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Progressive Audio Power Station 1 KW Testbericht
Audiophiler Strom aus der Dose
Progressive Audio, bekannt für exzellente Lautsprecher und Verstärker, hat mit der Power Station 1KW einen konsequenten Power Conditioner entwickelt, der Netzstörungen und Spannungsschwankungen beseitigt. Das Gerät bietet galvanische Trennung, Gleichrichtung und eine präzise Neu-Generierung einer sauberen 230 Volt Sinusspannung und acht sternförmig verdrahtete Furutech‑NCF‑Schukodosen zur Versorgung von Quellgeräten, DAC, Phonoverstärkern bis hin zu Leistungsverstärkern und anderen Komponenten der HiFi- oder Heimkinokette. Wer verstanden hat, dass die Stromversorgung die Grundlage einer audiophilen HiFi-Kette ist, findet in dem Produkt eine finale und kompromisslose Lösung. Was das für die Musikwahrnehmung bringt, davon handelt dieser Einblick.
Wer amerikanische Filme schaut, bei denen Gerichtsszenen vorkommen, hat wahrscheinlich schon mal das bekannte Zitat „ich schwöre bei Gott, dass ich die Wahrheit sage, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ gehört. Es stammt aus der amerikanischen Popkultur und ist eine Variation der Formel, die in Gerichten als Eid verwendet wird. Das Motto für die Power Station könnten man deshalb so zusammenfassen: “ich liefere Strom, den reinen Strom und nichts als die perfekte Sinuswelle”. Man muss nicht gleich religiös werden, aber eine gewisse Portion Glauben, dass die optimale Stromaufbereitung zum ultimativen Klangerlebnis führt, sollte bei einem derartigen Investment gegeben sein. Im Titel wird die Power Station als “Dose” bezeichnet, was für die 31 kg schwere Konstruktion, die mit rund 10.000 Euro von Audio Progressive am Preisschild versehen wird, selbstredend als salopp angesehen werden darf.
Abweichungen sind nicht die Ausnahme
Ich teste schon seit längerem Linearnetzteile, um für meine Komponenten wie Netzwerk-Switch oder Streamer den idealen Stromzulieferer zu finden. Eines dieser Netzteile der Marke Ferrum lässt sich in 0,1 Volt Schritten an die Ausgangsleistung anpassen. Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere Leser jetzt ähnlich denkt, wie ich bevor ich den Effekt erhören durfte: So in etwa “Echt jetzt?!”. Mein Innuos-Streamer benötigt 12 Volt Spannung und ich habe mich von 11,8 Volt bis 12,3 Volt mit verschiedenen Spanungsniveaus gespielt. Man muss es hören, um zu glauben, wie massiv sich das auf das Klangbild und den Sweet Spot auswirkt! Wieso erzähl ich das? Weil das öffentliche Netz eigentlich 230 Volt Spannung liefern sollte. Die Betonung liegt auf sollte. Denn für regionale Stromversorger ist eine Schwankungsbreite im Einphasennetz von zehn Prozent im Toleranzbereich. Bei 230 Volt sind das bereits 23 Volt Abweichung, also im schlechtesten Fall 207 Volt oder 253 Volt. Wer mal genauer auf die Angaben auf seinen Geräten achtet, sieht dort eine Spannung von 220 bis 240 Volt angegeben.

Strom ist nicht gleich Strom
Dass diverse Elektrogeräte das also so hinnehmen, ist die eine Sache. Aber was das dann für Auswirkungen auf den Klang eines high-fidelen Audiosystems bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Ich gehe davon aus, dass die meisten Audiophilen auch ein Lied davon singen könnten, dass an manchen Tagen sich das Hörvergnügen nicht so recht einstellen mag. Und daran ist nicht immer der eigene Gemütszustand schuld, sondern eben das öffentliche Stromnetz. Wer sich da mal schlauer machen möchte, muss nur im Internet nach dem Begriff Spannungsqualität suchen. Da kann man sich dann bei Themen wie Frequenz, Höhe der Versorgungsspannung, langsame und schnelle Spannungsänderungen, Spannungsschwankungen, Flicker, Spannungseinbrüche, kurze und lange Versorgungsunterbrechungen, transiente Überspannungen, Spannungsunsymmetrie, Oberschwingungsspannung und Signalspannungen schlauer machen. Das Vertrauen den besten Strom für die geliebte HiFi-Kette zu beziehen, stärkt das aber auf keinen Fall! Also was tun? Die Antwort ist simpel: Sich selbst darum kümmern, dass die Stromversorgung im Hausnetz optimal ist.
Die perfekte Sinus-Welle
Die Power Station von Progressive Audio ist ideal für audiophile Anwender, die eine hochwertige Anlage besitzen und das Potenzial ihrer Geräte voll ausschöpfen möchten. Wenn man das Prinzip vereinfacht ausdrückt, dann funktioniert das folgendermaßen: Direkt nach dem Netzeingang wird im ersten Schritt eine galvanische Trennung vorgenommen. Im nächsten Schritt wird die Wechselspannung gleichgerichtet und es erfolgt die Neu-Generierung der Sinus-Welle in perfekt Form ohne Gleichspannungsanteile. Eine hochpräzise Regelung schaltet sofort bei kleinsten Abweichungen ab, was für höchste Stabilität und geringstes Rauschen sorgt. Ausgestattet mit Furutech Rhodium NCF Steckdosen und Ultraschnellen Halbleitern bietet sie höchste Qualität für den Anschluss von bis zu acht Komponenten. Sie liefert konstant bis zu 1 KW (oder 3 KW bei der größeren Version) und versorgt so auch große Endstufen zuverlässig mit Impulsleistung.
Reiner Strom bringt enorme Klangverbesserung
Zur Orientierung: Ich bin ein “Stromgläubiger” oder besser gesagt ein Bekehrter, denn das Thema hatte ich sehr lange nicht am Radar. Aber mittlerweile freut sich meine HiFi-Kette über eine direkte Zuleitung aus dem Hausverteiler und über eine spezielle Audio-Sicherung in eben diesem. Zudem habe ich habe Erfahrungen im Bereich Stromaufbereitung zum Beispiel mit Isotek, Furman und Puritan-Produkten gesammelt. Also ich bin kein Neuling und dementsprechend war ich gespannt, was die Power Station für den Klang bringt. Zuerst freute ich mich über die Tatsache, dass ich mir über Phasendreher keine Sorgen mehr machen musste. Denn es gibt tatsächlich keine Phase. Das ist vor allem bei meiner Heimkinokette ein Thema, da ich aufgrund der beengten Aufstellung nur nach Gehör die Anschlüsse vorgenommen habe und durch viel Umstecken nicht sicher sein kann, dass alle Geräte in Phase geschalten sind. Auch in der Stereokette gibt es immer wieder Überraschungen, wenn ich dann doch mal wieder die Phase prüfe. Das Thema ist also durch den Einsatz der Power Station abgehakt.
Der Aha-Moment
Schon nach den ersten Songs war mir klar, dass der Klang in allen Facetten eine Veränderung erfährt. Als erstes würde ich die Ruhe des Klangbilds und die Schwärze des Hintergrunds anführen. Das bedeutet, dass jedes Klanggeschehen von einer besseren Transparenz und Durchhörbarkeit profitiert. Denn die Feindynamik erfährt eine neue Dimension. Wer ein Faible für Tiefenstaffelung und Bühnenabbildung hat, wird seine Freude mit dem Zugewinn durch die Progressive Audio-Behandlung haben. Immer wenn man glaubt, man hätte so ziemlich das Maximum erreicht, darf man erfahren, dass da noch mehr geht. Bei entsprechend gut aufgenommenen Aufnahmen erfreut man sich an einer Dreidimensionalität und Plastizität, die schlichtweg süchtig macht. Ich höre oftmals Aufnahmen, bei denen die Tiefenstaffelung eine Rolle spielt. Durch die Stromoptimierung auf konstante 230 Volt bekommen diese Aufnahmen beinahe etwas Surreales, wenn sich die begrenzenden Wände des Hörraums imaginär auflösen.

Wiederholungstäter
Das Schöne dabei: Das lässt sich jeden Tag wiederholen. Diese Durchhänger, wenn die Kette müde, nervig oder flach klingt, sind mit der Power Station Vergangenheit. Diese Freude kostet etwas, aber die Gewissheit das Optimale erreicht zu haben und das jedes Mal wieder, ist eigentlich unbezahlbar. Ich habe mich die ersten Wochen des Testzeitraums auf meine Stereo-Kette konzentriert. Erst später habe ich dann meine Mehrkanal-Kette im Kinobetrieb mit dem optimierten Strom versorgt, um auch da einen Vergleich ziehen zu können. Ich höre die Soundtracks von Hans Zimmer sehr gerne, sowohl in Stereo als auch in Mehrkanalton. Mich fasziniert der große Dynamikumfang, den meine Kette mittlerweile abdecken kann. Mit der Power Station erreicht das Hörniveau bei diesen symphonischen Kompositionen neue Dimensionen. Die Laststabilität tut den Endstufen gut und diese liefern kaum Beschreibbares, wenn es zur Sache geht. Die Stromversorgung bleibt selbst bei höchsten Impulsen stabil. Um es deutlich zu sagen: Dabei handelt es sich um keine Effekthascherei, sondern man bekommt einfach das ans Ohr geliefert, was die Aufnahme und die Kette hergeben. Nicht mehr und nicht weniger.
Kraft, Glorie und Glanz
Wie immer braucht es auch eine Eingewöhnungszeit, wenn man neue Komponenten ins Spiel bringt. Auch ich musste mich an das “richtige” Klangbild etwas gewöhnen. Denn eines ist auch klar: Man hört die Aufnahmen nun so wie sie sind. Das bedeutet, dass manche oft gehörten Songs anders klangen. So fehlte mir bei dem einen oder anderen Songs der “fette” Bass. Dieser ist aber nur “aufgefettet” und ungenauer durch die fehlende Optimierung. Wenn man dann die Aufnahme perfekt präsentiert bekommt, erscheint der Bass anders. Aber er ist nur konturierter, schneller und besser in den unteren Frequenzen auseinander gefächert und reicht tiefer hinab. Wenn die Aufnahme nicht optimal war, konnte im Glücksfall eine schönende Kette einen darüber retten. Mit der Power Station ist es mit Schönfärberei vorbei. Das muss einem auch bewusst sein. Wenn die Aufnahme in die Kategorie audiophiler Juwel fällt, dann gibt es jedoch kein Halten. Die Emotionen fließen mit dem perfekten Musikfluss. Und man entdeckt Aufnahmedetails, die man trotz bereits hochauflösender Kette so noch nie wahrgenommen hat. Da sind Instrumente plötzlich zu hören, die sich sonst versteckt haben. Da sind räumliche Informationen sehr vielschichtiger in der Breite, Höhe und Tiefe des Raumes vernehmbar. Das Aus- und Einatmen von Sängerinnen (mit fällt das eher bei weiblichen Interpreten auf) ist hör- und beinahe physisch greifbar. Oder das Ausschwingen von Gitarren- oder Klaviersaiten ist viel länger und prägnanter vermittelt. Die Stromoptimierung durch die Power Station bringt einen nicht gekannten Realismus.
Man mag es kaum glauben, aber es gab dann noch eine Steigerung! Wenn ich den Puritan Strip Purifiers PS106-DC in Kombination mit dem Puritan Route Master und City Ground Master ins Spiel brachte, kam man im HiFi Walhalla an. Mit dem DC-Blocker und dem Erdungssystem wird ein ultimatives Niveau erreicht. Die Gleichrichtung der Stromspannung mittels der Progressive Audio Power Station plus DC-Blocker und der ausgeklügelten Erdung, die man wiederum auf die Spitze treiben kann (Stichwort Erdungskabel, Grounding Box, Potenzialausgleich, etc.), bringt eine optimierte Versorgung der Audio-Geräte und Verhinderung der Störeinflüsse, die sich in einem erhabenen Klangbild äußern, das man nicht mehr missen möchte.
Boost fürs Heimkino
Im Gegensatz zum Setup in Stereo habe ich meiner Heimkinokette nur eine gute Steckerleiste von Wireworld gegönnt. Nach dem Umstecken der Marantz-Vorstufe, der IOTAVX-Endstufen und des Blu-ray-Players auf die Power Station durfte ich erfahren wie viele Dynamikpotenzial noch im Mehrkanal-Setup steckt. Ich möchte erwähnen, dass die Entwickler auch da mitgedacht haben und es zulassen, dass man per Kippschalter das Display abschaltet und kein Streulicht den Filmgenuss stört. Nun von den optischen Eindrücken zu den akustischen Wahrnehmungen: Von den leisesten Hintergrund-Geräuschen über komplexe Dialoge bis hin zu ohrenbetäubende Explosionen war alles mit einer viel besseren Durchzeichnung gesegnet. Sowohl Filme als auch Musik erhielten durch die optimiere Stromzufuhr eine deutlich gesteigerte Transparenz. Fein- und Grobdynamik machten nicht nur einen Schritt, sondern gleich einen Sprung. Ich stellte mir schon die Frage, wieso man den Aufbau seiner Kette meist von der falschen Seite aufzäumt. Denn wenn man mal erfahren und erhören durfte, was eine Stromoptimierung mit sich bringt, fragt man sich, warum man nicht das als Anfangspunkt in der Planung nimmt. Es ist in etwa so, als würde man sich lange Gedanken über den Motor und das Fahrwerk eines Autos machen, um dann altes Benzin und gebrauchtes Öl in den Tank und Motor zu füllen. Aber nachher ist man immer schlauer. Ich hatte meine Freude mit meinem 7.1.4 Mehrkanalton. Das hatte eine Präsenz und Drive, wenn es das brauchte. Es hatte die Details und die Atmosphäre, wenn es darauf ankam. Einfach zurücklehnen und genießen war die Devise. Dem sauberen Strom sei Dank.

Elektrisierendes Fazit
Wer es ernst mit seiner HiFi- oder Heimkino-Passion nimmt, sollte sich zumindest mal anhören, welchen Unterschied die Stromoptimierung macht. Wer keine emotionalen Bindungen zu seinem Sparschwein hat, wird dann wahrscheinlich früher oder später eine Lösung planen. Mit der Progressive Audio Power Station kann man das Thema Stromaufbereitung für immer abhaken und sich der reinen Musik widmen, da man sich sicher sein kann, das Optimum aus seiner Kette rausgeholt zu haben.

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Ihr Gerd Wallner,
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